Stärken des Peter Schreiner-Systems

Stärken des Peter-Schreiner-Systems

Peter Schreiner

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Unmittelbare Fehlerkorrektur

Alle Spieler sind mit Ball in einem System und erfüllen die gestellten Aufgaben. Anfänger durchdribbeln die Organisationsformen langsam und konzentriert, während Fortgeschrittene dies mit hohem Tempo tun. Der Trainer hat alle Spieler im Blickfeld und kann jeden Spieler direkt ansprechen. Fehler lassen sich so gezielt und unmittelbar korrigieren. Ein Vorteil der Großgruppenübungen liegt darin, dass der Trainer eine Einzelkorrektur geben kann, während die übrigen Spieler weiterüben und nicht stehen bleiben. Häufig auftretende Fehler sollte er jedoch vor der gesamten Gruppe besprechen.

Zielgerichtetes Lernen

Die Aufgaben und Technikvorgaben sind eindeutig formuliert. Der Trainer beobachtet die Spieler und kann mit dem P-S-S einen gezielten Lernprozess in Gang setzen. Da die Spieler in einer Lernphase alle dieselbe Technik anwenden, sieht der Trainer sofort, ob sie das Trainingsziel erreicht haben. Wenn ein Spieler mehr Übung braucht, um eine Technik zu lernen, sollte der Trainer zusätzliche Übungen als Hausaufgabe geben.

Leistungsdifferenzierung

Jungen und Mädchen, Anfänger und Fortgeschrittene können im P-S-S gemeinsam trainieren. Sie unterscheiden sich jeweils im Tempo der Ausführung, im Schwierigkeitsgrad der Techniken oder in der variablen Anwendung verschiedener Techniken.
Am Starthütchen gibt der Trainer dem starken Spieler eine schwierigere Aufgabe als einem schwächeren. Auch die konditionelle Belastung kann der Trainer steuern. Während die erste Gruppe verschiedene Techniken langsam anwendet, erhält eine Gruppe mit fortgeschrittenen Spielern die Sonderaufgabe, Basisbewegungen so schnell zu absolvieren, dass sie zwei Runden in derselben Zeit bewältigt wie die Anfängergruppe.

Methodische Prinzipien

Die Trainingsformen und die Wahl der Finten richten sich nach dem Ausbildungsstand und Leistungsvermögen der Spieler. Der Trainer vermittelt seinen Spielern eine exakte Bewegungsvorstellung neuer Bewegungen und lässt sie langsam und technisch einwandfrei ausführen, bevor sie durch ständiges Üben automatisiert werden. Der Schwierigkeitsgrad der Scheinbewegung, die Komplexität der Organisationsform, das Tempo der Ausführung (Zeitdruck) und der Einsatz eines Gegenspielers (Gegnerdruck) sollten kontinuierlich gesteigert werden.

Spielraum für Kreativität

Ein effektives Dribbeltraining sollte neben den vorgegebenen Aufgaben jedoch immer auch Spielraum für eigene Ideen und kreatives Anwenden der gelernten Techniken lassen. Für den Lernprozess ist ein spektakulärerer Trick, den ein Spieler spontan zeigt, genauso wichtig wie eine Finte, die auf dem Trainingsplan steht. Die Zeit, einen Spieler zu loben und ihm die Gelegenheit zu bieten, seinen Trick vorzuführen, sollte immer zur Verfügung stehen. Häufig wundert man sich, wie einfallsreich und kreativ Spieler sind.

Hohe Motivation

Erfahrungen im Verein, in der Schule und in Fußballschulen haben gezeigt, dass die Spieler gerne Basisbewegungen üben. Das P-S-S schafft die Grundlage für eine hohe Motivation der Übenden. Dies wird noch verstärkt, wenn die Spieler merken, dass sie ballsicherer werden und Techniken beherrschen, die attraktiv und spektakulär sind. Der Wechsel der Trainingsformen und Techniken stellt sicher, dass das Training nie langweilig wird. Die Spieler sollten aber auf keinen Fall mit dem P-S-S „überfüttert“ werden.

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Wechsel von Automatisieren und Anwenden

Nach dem Grundlagentraining sollten die Spieler die gelernten und automatisierten Finten zunächst in überschaubar vorgegebenen Spielsituationen, dann in Trainingsspielen und zuletzt in Pflichtspielen anwenden. Das Dribbeltraining ist erst dann erfolgreich, wenn die gelernten Techniken auch im Spiel zu sehen sind.
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Hier weitere Infos  zum Peter-Schreiner-System sehen.

 

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